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Obst & Beeren

Willkommen auf Cordata.de, dem Blog rund um grüne Themen!

Obacht bei Süßkirschen-Neupflanzungen

Wer im Garten einige Süßkirschen anpflanzen möchte und fette Erträge im Auge hat, muß die Besonderheiten der Süßkirsche kennen.
Zumeist entstehen neue Wohngebiete auf dem freien Feld, ziemlich entfernt vom eigentlichen Stadt- / Dorfkern. Das heißt also auch - weiter entfernt von den nächsten Gärten oder Obstwiesen.
Ich erwähne das deshalb - weil gerade bei Obst bezüglich der Befruchtungsfrage (Pollen spenden) schnell Probleme auftreten können. Fast alle Obstarten / -sorten sind selbstunfruchtbar - d.h. sie blühen ganz berauschend - sind aber nicht in der Lage (bis auf wenige Ausnahmen) sich selbst zu bestäuben und Früchte anzusetzen. Wenn neue Gärten in der Nähe von alten Obstbeständen entstehen - sind immer Obstbäume in den alten Gärten vorhanden die die neuen Bäumchen in den neuen Anwesen bestäuben werden. Trotzdem sollte das kontrolliert werden, wenn ein Privatgärtner Obstbäume, besonders Kirschen pflanzen will.
Sicherlich gibt es inzwischen vielerlei Zwergbäumchen aller Obstarten - die sich zum Teil selbst befruchten. Doch ich gehe davon aus - dass richtig Ertrag erzielt werden soll - und da genügt es nicht auf Gutdünken Kirschensorten zusammen zu stellen - wo die Befruchtung nachher doch nicht klappt. Bei Süßkirschen gibt es darüberhinaus noch ein Phänomen, dass Süßkirschen sich in verschiedenen Gruppen nicht befruchten können. Das ist die ganz seltene Art der Kreuzungsunverträglichkeit (Intersterilität) Hier kann es also passieren - dass man 5 oder 8 verschiedene Kirschsorten anpflanzt und diese sich nicht untereinander befruchten können. Der Jammer - wenn dann nur paar Früchte am Baum hängen ist dann riesengroß. Und als wenn das nicht reicht - muß bei allen Kirschsorten - die sich befruchten können - die Blütezeit übereinstimmen - bzw. sich überschneiden.
Deshlab hatte ich es s.o. als wichtig gehalten - ob alte Gärten oder Obstwiesen in der Nähe von neuen Gärten liegen. Hier sind dann meist so viele herrlich alte und leckere Kirschen angepflanzt, daß eine Befruchtung (fast) immer gesichert ist.

Hier ein paar Stichpunkte:
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Herzkirschen haben weiches Fleisch
Knorpelkirschen haben festes knackiges Fleisch
Brennkirschen sind relativ kleine sehr saftreiche und zuckerreiche Kirschen
Für warme Regionen sollte man frühreife Kirschen nehmen, weil zu deren Blüte die Kirschfruchtfliege noch nicht tätig ist !!
Veröffentlicht in Obst & Beeren   28. Januar 2010 - 18:40 Uhr
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Knospenkunde Süss- und Sauerkirschen

Süßkirschen - Skizze A
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Bei Steinobst z.B. Süßkirschen , gibt es entweder Blatt- oder Blütenknospen, es gibt keine Übergangsknospen.

a) Langtriebe besitzen an der Basis Blütenknospen, alle darüberstehenden Knospen sind Blattknospen.
B) Für lange Kurztriebe gilt es auch so - mit dem Unterschied - dass die Knospen höher am Trieb emporsteigen.
c) Bukettriebe mit Triebknospe, mit reichlichem Behang.

1 = Langtrieb
2 = langer Kurztrieb
3 = Bukettriebe
T = Terminale
B = Blütenknospen


Sauerkirsche - Skizze B
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Der Knospenansatz ähnelt dem der Süßkirsche. Hier überwiegt jedoch die Anzahl der Blütenknospen.
Den Hängewuchs, z.B. bei Schattenmorellen wird durch alljährlichen Schnitt verhindert. Es sollen sich - durch den Schnitt - einjährige Triebe bilden - die dicht mit Fruchtholz besetzt werden. Die herabhängenden Triebe mindern die Wüchsigkeit und Fruchtmengen bei Schattenmorellen. Schnittermin ist nach der Ernte oder im Nachwinter.

1jähr. = wertvoller einjähriger Trieb
A = Hängetrieb - sollte abgeschnitten werden, zugunsten von 1jähr.
B = Blütenknospen
T = Terminalknospe
3 = Bukettknospen

Veröffentlicht in Obst & Beeren   12. Januar 2010 - 16:07 Uhr
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Obstbaumblüten.

Zumeist steht man zur Blütezeit der Obstbäume mit staunendem Blick vor der Pracht dieser großen
Gehölze. Aber noch besser ist es - wenn man seine Obstbäume anhand der Blüten erkennen kann.
Viele notwendige Maßnahmen kann man ergreifen - wenn man anhand der Knospen weiß - um welche Obstart es sich handelt.

Meine Skizze zeigt die Knospen vor dem Aufblühen im Mai.
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A = Pflaumensorten, mit meist 1 - 2 Knospen je Blütenknospe.
B = Kirschensorten, mit meist 3 - 4 Knospen je Blütenknospe.
C = Birnensorten, mit meist 7 - 9 Knospe je Blütenknospe..
D = Apfelsorten, mit meist 5 Knospen je Blütenknospe.




Diese kleine Knospenkunde erleichtert dem Laien die Sorten / Artenkunde seiner wichtigsten Obstbäume. Auch wenn der Ertrag an Knospenzahl und Qualität nicht geschätzt werden kann, denn das hängt vielmehr von der Befruchtung im Frühling ab. An sehr wetterstabilen Jahren (Frühjahren) mit gutem Bienenflug können Experten anhand der Knospen doch schon mal Voraussagen wagen.
Veröffentlicht in Obst & Beeren    2. Januar 2010 - 16:56 Uhr
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Schnitt bei Johannisbeeren und Stachelbeeren.

Der Schnitt aus dem Erwerbsobstbau findet hier keine Anwendung, obwohl auch im Privatgarten Wert darauf gelegt wird, die Sträucher so zu schneiden, dass jederzeit ein ordentliches abernten möglich ist.

Prinzipiell ist bei der Johannisbeere darauf zu achten, dass die Laubkrone nach Möglichkeit aus jungen und frischen Trieben besteht, die licht und luftig stehen und das Pflücken erleichtern.
Das heißt also - frische Jungtriebe belassen, auch wenn sie aus dem Boden kommen. Allein schon für den Kronenaufbau sind diese - meist kräftigen Triebe äußerst wertvoll. Eine Johannisbeere ist mit einer 3 - 4 jährigen Krone ausgewachsen!
Beim Schnitt der Johannisbeere ist es überflüssig - genau auf die Knospen zu achten., ganz im Gegenteil sollte man hier darauf achten - dass der Schnitt nicht zu dicht an den Augen vorbeigeht, denn es trocknet immer ein kleiner Stummel zurück (siehe Skizze).

Man schneidet als so, dass ungehindert gepflückt werden kann, dann macht man - automatisch - nix falsch!

Auf der Skizze:
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1. = Johannisbeere mit richtigem Schnittansatz.
2. = Johannisbeere mit falschem Schnittansatz.
3. = Stachelbeere mit Abschnitt des mehltauverseuchten Zweiges



Stachelbeeren werden bis auf Kleinigkeiten wie Johannisbeeren behandelt. Gerade wegen der unangenehmen Stacheln sollte man beim Schnitt bemüht sein, die Krone luftig und licht zu halten. Ich weiß, das fällt einem schwer so zu schneiden - aber wenn es ans ernten geht ist man doch froh so geschnitten zu haben. Eine lichte Stachelbeerkrone gewährleistet auch - dass man den Stachelbeerspanner beobachten kann, der nämlich vom Inneren der Laubkrone seine Fraßtätigkeit beginnt und teilweise dabei die wichtigen frischen Jungtriebe massiv schädigt. Der Mehltau der die Stachelbeere befällt, überwintert in den Triebspitzen (Skizze) und deshalb müssen diese spätestens im März abgeschnitten und entsorgt werden. Ansonsten ist prinzipiell das Gleiche zu tun wie bei Johannisbeeren. Gesundes Triebholz hegen und pflegen, dürres Holz ausschneiden und immer wieder ausdünnen.
Veröffentlicht in Obst & Beeren   31. Dezember 2009 - 11:34 Uhr
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Die Quitte

Jetzt zur Pflanzsaison möchte ich diesen Beitrag noch einmal vorstellen, weil ich meine - dass man mit diesen herrlichen Früchten seine Küche absolut bereichern kann.
23.12.09
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Die Quitte - Cydonia oblonga - gehört zu den ältesten Obstarten und wird schon seit 4000 Jahren kultiviert.

Früher wurde sie bei den Römern auch als "wolliger Apfel" bezeichnet. Die Urform stammt wohl aus Transkaukasien. Damals, im Mittelmeerraum -
wurden die Früchte nicht nur als Speise - sondern auch als Heilmittel verwendet.
Für den Rohgenuss sind die Früchte jedoch nicht geeignet. Der Geschmack ist sehr herb und das Fruchtfleisch ist hart!
Wer jemals in eine unreife Frucht gebissen hat, findet anschließend eine Zitrone süß !!
Sie werden vornehmlich zu Gelees, Marmeladen, Sirup und Säften verarbeitet. Da entwickeln sie aber ihren ganz eigenen aromatischen Geschmack.

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Neuerdings finden Bemühungen statt, Bäume der SHIRIN-Quitte anzubieten. Diese Quitte stammt vom wärmeren Südeuropa (Balkan) und ist direkt vom Baum genießbar.
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Die Quitte kann am frischgetriebenen Holz - Frostschäden bei harten Spätfrösten erleiden.
Die Blüten werden dagegen kaum geschädigt, da sie so spät blühen , dass der Spätfrost sie nicht mehr erreicht.

Die Quitte ist weitgehend selbstfruchtbar, fruchtet aber besser mit Fremdbefruchtung.

Die Bodenansprüche sind ähnlich denen der Birne. Der Boden sollte also mittelschwer, warm und nicht zu trocken sein. Keinesfalls darf Staunässe vorherrschen.
Der pH-Wert sollte um 6 oder leicht darunter liegen, bei zu hohem pH-Wert neigen die Bäume zu Chlorosen.
Die Quitte wächst von Natur aus strauch- bzw. buschförmig. Für Bäumchen werden die Quitten auf ausgesuchte Unterlagen ( MA oder MC) veredelt. Der Schnitt der angepflanzten Quitten ist größtenteils identisch mit dem Schnitt anderer Obstgehölze - es kommt in den ersten Jahren immer darauf an - eine gute Krone mit Fruchtholz zu erziehen. Später beschränkt man sich auf normale Pflegemaßnahmen und das Auslichten alter, verbrauchter Äste.

Krankheiten und Schädlinge kommen selten vor, allerdings ist die Quitte empfänglich für den Feuerbrand.
Quitten haben ein gutes Wachstum und dürfen, vor allem in der fortgeschrittenen Jahreszeit keinen Stickstoff mehr bekommen. Das Holz würde nicht ausreifen und könnte dann im Frost Schaden nehmen.
Stickstoff also - wenn überhaupt - im Frühling als Langzeitdünger geben.

Nach der Fruchtform unterscheidet man Birnenquitten und Apfelquitten. Die Größe der Früchte kommt der einer
mittleren Apfelfrucht nahe.
Die im Handel befindlichen Baumformen und Sorten bringen früheinsetzende und hohe Erträge.
Die Pflückreife ist Oktober - die Verwendung erstreckt sich bis in den November - Dezember.

Empfehlenswert sind Büsche - Veredlungen auf der Unterlage Quitte MA - in den Sorten:

1. Konstantinopeler, eine Apfelquitte ..... und

2. Portugisische Quitte - eine Birnenquitte.

Viele Spezialbetriebe halten noch andere Sorten bereit.

Trotz der Selbstfruchtbarkeit kann es nie schaden 2 oder gar 3 Bäumchen zusammen zu pflanzen.
Eine Fremdberfuchtung ist immer zweckmäßig !

Veröffentlicht in Obst & Beeren   23. Dezember 2009 - 17:50 Uhr
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