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Rosen

Willkommen auf Cordata.de, dem Blog rund um grüne Themen!

Der Rosenkauf.

Aktualisierter Beitrag vom 24.04.10

Achtung beim Roseneinkauf,

dass man die richtigen Rosen einkauft, dass man für seinen Garten - bei dieser gewaltigen Sortenfülle, das richtige einkauft dürfte mittlerweile klar sein !
Dabei muss die Art, Sorte, der Wuchs, die Blüte, der Duft, die Resistenz, der Preis und vieles mehr durchdacht werden, damit es keine Enttäuschungen gibt. Wie sieht meine Wunschrose eigentlich im Sommer - und ausgewachsen - aus, wie im verblühten Zustand - wie im Winter ?? Wer weiß das schon als Gartenanfänger oder Neueinsteiger in die Wunderwelt der Rosen. Und leider verlassen sich gerade die Neugärtner auf die bunten Lockungen in den Gartenkatalogen!
Ich habe schon immer dafür plädiert - sich seine Wunschpflanzen nach Möglichkeit in natura zu betrachten. Und das kann man in Parks, großen Gärten, Schaugärten oder auf den Feldern der Rosenschulen tun. Wir stellen immer wieder fest, dass die Farben in den Katalogen, Werbeblättern und der Literatur nicht naturgemäß sind und die Beschreibungen nur den Habitus und die Größe der Rose angeben.
Die Gesamtwirkung auf Auge und Nase können nicht annähernd im Text wiedergegeben werden.
Man überzeugt sich vor Ort (in der Baumschule), ob die ausgewählten Rosen die richtige Höhe, Größe und Farbe für den Garten haben und mit schon bestehenden Rosenbeeten, Gehölzbeeten und Stauden harmonieren. Weiterhin kann man feststellen - wie die einzelnen Rosen blühen, duften - wie sie verblühen, wie sich Blattgrößen, Dichtigkeit und Blattfarben darstellen usw. Kann man im Herbst eine Besichtigungstour unternehmen - kann man die Rosenpflanzen im herbstlichen Zustand beurteilen - denn man stellt fest, wann und wie die Blätter welken, wie sie dabei aussehen, man erkennt Hagebuttenbildung und die Selbstreinigungskraft der Rosenarten und -sorten. In den älteren Baumschulgärten - die ausetikettierte Pflanzen zeigen - kann man vieles über die Krankheitsresistenz erfahren, über die Härte gegen Wind und Wetter - und letztendlich sogar gegen die Wintersesistenz. Rosen werden wurzelnackt, eingetütet abgepackt und als Containerware verkauft. Schon immer war der Kauf und die Pflanzung einer Rose - frisch gerodet und wurzelnackt - die optimale Version. Wobei die Pflanzung idealerweise im Herbst lag, wenn die Haupt-Rodung in den Rosenschulen in Gang war.

1. Wurzelnackte Pflanzen werden während der Vegetationsruhe (Herbst/Winter/Frühling) verkauft.
Sie werden auch in dieser Zeit gepflanzt -
(vorausgesetzt - es friert nicht!)

2. Abgepackte/Verpackte Rosen haben die gleichen Termine wie wurzelnackte Pflanzen, sie werden aber auch meist für den Versand gebraucht.
Die Wurzeln dieser Pflanzen sind leicht eingekürzt um die Verpackung handlicher zu gestalten. Sie werden mit wasserhaltenden Materialien verpackt - um z.B. beim Versand - die Gesundheit der Rosen sicher zu stellen.
Verpackt ist meist der Wurzelballen - wobei dann die Triebe in ein verdunstungshinderndes Mittel (Wachs) getaucht sind.

3. Containerrosen sind schon in der Rosenbaumschule eingetopfte - gut bewurzelte Rosen - die dem Zweck dienen - auch noch in der Vegetationszeit zu pflanzen. Das ist von Vorteil - wenn man bei der Gartengestaltung oder nach dem Hausbau noch die Grünanlagen fertigstellen möchte.
Der Kauf dieser Sorten kann, neben den "normalen" Zeiten, auch noch im späten Frühjahr und im Sommer, stattfinden.
Hierbei hat man noch einen Vorteil : Man kann an den neuen Triebe deutlich erkennen kann, dass die Pflanze gesund und vital ist.

Ein echter Rosenliebhaber wird sich immer vor Ort, bei Nachbarn, in Grünanlagen, dem Züchter und den Baumschulen über seine "Auserwählte" informieren - bevor er etwas Falsches einkauft !!

Weitere Punkte zum Rosenkauf
------------------------------

A )
Die ausgewählte Rose muss frisch und gesund aussehen sein. Das Wurzelwerk muß vielzählig, faserig, gesund und knackig sein.
Der Wurzelhals muß ca daumendick sein, aus der Veredlung müssen mind. 3 kräftige Triebe sprießen.

B) Container-Rosen müssen erkennbares Wachstum aufweisen, gesund und gut verzweigt sein.
Es ist sehr ratsam, die Container-Rose mal vorsichtig aus dem Topf zu nehmen und den Wurzelballen zu inspizieren. Da Containerrosen schon vor längerer Zeit eingetopft werden - um bis zum Verkauf im Container weiter zu wachsen und gut zu bewurzeln, müssen auch bei einer vorsichtigen Kontrolle - frische, gesunde Wurzeln zu sehen sein, die den Wurzelballen zusammenhalten und ihn nicht auseinanderfallen lassen. Solche Pseudo-Container muss man ablehnen - denn diese sind zum Beispiel nicht für eine Pflanzung > nach dem Frühling geeignet < .
Immerhin kosten Containerrosen auch bedeutend mehr Geld als wurzelnackte Ware.

Anderseits : Sind die Wurzeln eng, gepresst und spiralförmig im Container gewachsen, sodass fast kein Substrat im Container mehr ist, so ist die Rosen-Pflanze meist überjährig und wächst im Garten selten gut an.

Überjährige Verkaufsware ist Ware, die bereits mind. 1x im Verkauf angeboten wurde - aber nicht "wegging" !
Diese Ware ist nicht schlecht. Sie wird aber schlecht - wenn der Verkäufer nicht entsprechende Maßnahmen ergreift um sie bis zur nächsten Verkaufssaison richtig zu behandeln.

Veröffentlicht in Rosen   24. April 2010 - 12:41 Uhr
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Rosenkrankheiten - Wurzelkropf

Wildtriebe und Wurzelkropf an Rosen (Aktualisierter Beitrag).


Am vergangenen Wochenende habe ich die Wildtriebe an meinen Rosen entfernt. Wie es sich gehört - habe ich die oberflächige Wurzelbasis vorsichtig aufgegraben und die Wildtriebe von den Wurzeln abgerissen. Abgerissen deshalb - weil bei dieser Methode alle Nebenaugen (schlafende Knospen) mit entfernt werden. In diesem Jahr sind mir dabei 2 Rosen aufgefallen die einen Befall von Wurzelkropf aufwiesen. Er war aber glücklicherweise so gering und wuchs an seperaten Wurzeln, so dass ich die Wurzel mit dem Wurzelkropf abtrennen konnte und in die Graue Mülltonne entsorgen konnte.
Wurzelkropf ist ein Bakterium ( Agrobacterium tumefaciens ) welches fast alle Gehölze befallen kann. Die Infektion ruft auffällige Gewebeveränderungen (Wucherungen) an der Pflanze hervor, die sich meist im Wurzelbereich äußern. Aber auch in den oberirdischen Teilen können diese Veränderungen auftreten.
Durch diese Gewebewucherungen werden die pflanzlichen Saftbahnen verstopft und es kommt zu einer immer schwierigeren Versorgung von Pflanzenteilen. Nach wenigen Jahren bedeutet das das AUS für die Pflanze . Besonders eine Vorkultur mit geschädigten Rosen ist äußerst ansteckend und muß vermieden werden! Das Bakterium dringt meistens über Wurzeln in die Pflanze ein - und wird mit dem Saftstrom überall hingespült. Besonders gefährdet sind Rosen - die auf nassen Böden stehen müssen. Hier sind die Lentizellen (Korkzellen die dem Gasaustausch dienen) an den Wurzeln stressbedingt sehr groß und laden die Bakterien geradezu ein in die Pflanze vorzudringen. Ein halbherziges Wegschneiden der Wucherungen ist nur Kosmetik und hält das Bakterium nicht auf. Es kann sogar jahrelang still im Boden liegen - bis wieder Rosen gepflanzt werden. Deshalb auch hier an die Bodenmüdigkeit denken, wie in cordata beschrieben. Egal was man im Garten nach einem Gehölz - welches jahrelang stand - setzen will. Es ist immer von Vorteil - wenn ein Erdaustausch vorgenommen wird!
So komisch es auch klingt - aber Nadelbäume als Zwischenlösung auf müdem Boden bringen Erholung und neue Power!!
Mein Fazit:
Gut sind offene durchlüftete und erdfeuchte Böden, wie lehmiger Sand mit Humusanteilen, oder sandiger Lehmboden. Mulch mit 10 Fragezeichen!
Verhinderung von Staunässe.
Keine Stickstoffüberdüngung.
Optimale Pflanzenhygiene.
Veröffentlicht in Rosen   15. April 2010 - 20:49 Uhr
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Rosenwildtriebe entfernen (Skizze), aktualisierter Beitrag vom 03.04.10

Ein Stecheisen zur Rosenpflege (mit Skizze.)

Dass Rosen ganz "gemeine" Wildtriebe haben können - wissen wir!
Doch die Bekämpfung / Ausmerzung dieser Triebe ist für viele Gärtner nach wie vor eine leidige Tätigkeit, die dazu verführt - dass man es im Vorbeigehen erledigen will und dabei eine regelrechte Vermehrung dieser Wildtriebe einleitet. Es wird nämlich kaum richtig abgeschnitten bzw.
abgestossen. Den meisten Rosenbesitzern (Laien) genügt es bereits, wenn der grüne Wildtrieb zunächst nicht mehr zu sehen ist. Er wird quasi "unter den Teppich gekehrt" - was heißt, dass die grüne Spitze in der obersten Erdschicht "abgefummelt" ist, dann ist es für die meisten bequemen Gärtner meistens gut ! Was passiert aber dann !?
Die Rosen wachsen und mit ihnen die mangelhaft entfernten Wildtriebe, die sich auch noch stärken und dann als Verästelungen am Wurzelhals aus der Erde herausschauen und in Null-Komma-Nichts dem Edelteil Konkurrenz machen. Und das Schlimme - je größer und dichter der Rosenstock wird - umso schwieriger ist es die Wildtriebe herauszuschneiden. Viele geben später auf und die Rosen haben meterlange Wildtriebe. Ich meine - dass das unsere Rosen nicht verdient haben. Blüten und Blätter werden mickrig und letztendlich wachsen dort Wildrosen wo wir eigentlich unsere Schätzchen sehen wollten. Meiner Meinung nach liegt es oft auch am nicht vorhandenem (handfesten) Werkzeug - mit dem man sich auch an die Sache herantraut.

Dazu habe ich mir etwas selbstgebastelt (siehe Skizze). In einer Schmiede habe ich mir aus einer massiven Eisenstange 1Teil herausschneiden lassen und beide Enden (warm) zurechtgeschmiedet. Ein Ende wurde zu einem Handgriff ausgeschlagen, das andere Ende wurde zu einem breitem und scharfen Stoßeisen ausgehämmert. Natürlich hat der Schmied geholfen
Mit diesem Eisen kann man die Wildtriebe bis zur Basis freibuddeln und anschließend abstoßen. Hier kommt es nicht auf einen glatten Schnitt darauf an, sondern viel wichtiger ist, dass man den Trieb ganz tief / unten erwischt und möglichst viele Beiaugen vernichtet. Es ist natürlich logisch, dass dieses kleine Stoßeisen sehr rustikal geartet ist - aber es muß schließlich auch sehr handfeste Arbeiten erledigen. So kann man dieses Eisen für alle Gehölze gebrauchen, die solcherart (derbe) Arbeiten vonnöten haben usw!


Veröffentlicht in Rosen    3. April 2010 - 13:44 Uhr
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Etwas zur Geschichte der Rose

Etwas Geschichte über die Rose

Seit nunmehr vielen vielen Jahren wachsen auf der Erde die verschiedensten Formen der Rose.
Mittlerweile gibt es eine unübersehbare Anzahl von Arten und Sorten.
Betrachten wir den Aufbau eines veredelten Rosenstrauch's, erkennen wir, dass die Rose eines der formenreichsten Gehölze ist.

Diese Kulturrose besteht aus:

Feinwurzeln
Hauptwurzeln
Veredlungsstelle
Triebstummeln/Zapfen alter zurückgeschnittener Triebe
Augen/Knospen - verschiedenster Art
Wildtrieben
Laubblättern (Fiederblätter)
Früchten - den Hagebutten
Blütenknospen
Blütenstielen
Blütenständen

Die Rose überwintert blattlos - sie gehört zur großen Familie der Rosengewächse (Rosaceaen).
Direkte Verwandte sind fast alle wichtigen Obstbäume und viele unserer Wildgehölze wie Eberesche, Schlehen, Wildkirschen und Wildpflaumen u.a.m.

Die wilde Rose hat in der Regel fünf Blütenblätter (Petalen) und fünf Kelchblätter (Sepalen). Die Blüten sind zwittrig, das heisst männliche und weibliche Blütenorgane befinden sich in einer Blüte.
Nach der Befruchtung entwickelt sich die Frucht, die Hagebutte.
Den frühen Wert der Rose kann man am "urdeutschen" Begriff >> Hagebutte << erkennen.
Heute haben wir - dank der vielen Züchtungen - Rosenblüten in (fast) allen Farben und Blütenfüllungen.
Wir haben immer noch (auch wieder !!) die herrlichen Wildrosenformen und das weitere Riesensortiment - bis hin zu den hochgezüchteten (auch gefüllten) - ed'len - Rosensorten.
Viele neue und nostalgische sowie wahrhaft alte Sorten strömen einen berauschend herrlichen Duft aus.

Sie erfreuen den Betrachter durch ihre Blüten, ihren Duft und ihren Blatt- und Fruchtschmuck.
Diese Vielzahl an unterschiedlichsten Arten und Sorten ist der Natur und den Gärtnern zu verdanken.
Viele alte gute Sorten sind inzwischen "ausgestorben"
bzw. nur noch in den alten Gärten, Anlagen, in Rosarien und Wildhecken zu finden.
Gute Rosenbaumschulen haben bis zu 350 Sorten im Angebot. Keine andere "Blume" wird vom Gartenbesitzer so vergöttert wie die Rose.
Die Vielfalt der Farben, Wuchsformen und Düfte bringt aber auch für den Liebhaber manches Problem der Auswahl mit sich.
Deshalb hat der Verein Deutscher Rosenfreunde (VDR) es sich zur Aufgabe gemacht, hier aufkärend einzugreifen und die Liebhaber zu unterstützen.
Ein ebensolches Anliegen verfolgen die Rosenbaumschulen mit ihren umfangreichen Katalogen, die schon kleinen Lehrbüchern gleichen.

Veröffentlicht in Rosen   30. Januar 2010 - 13:12 Uhr
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Wo setze ich die Gartenschere an!?

Nur nochmal zur Erinnerung. Bei Rosen ist es fast noch wichtiger die Schere immer einige Millimeter an der Knospe (Auge) anzusetzen, damit keine zu großen Trocknungen auftreten. Die meisten Rosentriebe haben einen gehörigen Anteil an Mark - der sehr schnell wegtrocknet und die Stummel zu Krankheitsherden werden läßt. Auch ein Abbrechen ist mit eingetrockneten Stummeln sehr schnell möglich.

Skizze 1 + 2 richtig
Skizze 3 + 4 falsch




Veröffentlicht in Rosen    9. Januar 2010 - 17:38 Uhr
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