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Pollenallergie
Die meisten Menschen können nach einem langen und unangenehmen Winter - wie er diesmal daherkam, den Frühling kaum noch erwarten und fiebern den Tagen - an dem die Frühlingsblüten erblühen, regelrecht entgegen. Aber unter den erwartungsfrohen Menschen gibt es leider eine große Anzahl (man spricht von 16% der deutschen Bevölkerung), die dieser schönen Jahreszeit mit weinenden Augen entgegenblicken müssen. Abgesehen von den vielen Neuzugängen - die im Laufe eines Winters/Frühjahres zu den Pollenleidenden hinzukommen, müssen sich Tausende in der herrlichen Frühlingssonne damit beschäftigen - wie sie diesem heimtückischen Leiden entgegentreten können.
Für diese 16% der anfälligen Bevölkerungsschicht bedeutet das Ende des Winters in erster Linie den Beginn des alljährlichen "Heuschnupfens" - ("Pollinosis" ). Wenn man bedenkt, dass die, in entferntesten Gegenden Frühlingsblüher ihre Pollen bis zu uns transportieren, dann kann man ermessen. wie ein sensibler Allergiger reagiert ! Auch geringste Spuren von Schneeglöckchen-Pollen können empfindliche Menschen reizen - und so sind die Mitteilungen im Radio und Fernsehen allemal verspätet. Auch wenn sich die Sonne noch nicht häufig sehen lässt und es draußen überhaupt noch nicht nach Frühling aussieht, können bei Allergikern schon Reaktionen auf den Flug von Blüten- oder Gräserpollen auftreten. Denn Pollen aus wärmeren Bereichen, in denen die Blüte schon fortgeschritten ist, werden oft durch den Wind mühelos von bis zu fünfhundert Kilometer weit entfernten Orten herangeweht.
Die Saison für herumffliegenden Pollen dauert von Ende Januar bis Ende August. Ich selbst habe hier bei mir (also Kevelaer Niederrhein) den Haselnuß-Pollen schon im Dezember des letzten Jahres beobachtet.
Der Gipfel des Pollenflugs beginnt meist Anfang Juni und ebbt dann Mitte Juli wieder ab. Aber nicht alle Pollen machen sich gleichzeitig auf den Weg.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur bestätigen wie heimlich und schleichend der Heuschnupfen über uns hereinfällt. Ich befand mich in der Gärtnerlehre und mußte jahrelang - bei jedem Wetter - meinen Mann stehen. Wie groß war da die Überraschung - als ich eines Tages einen Nies- und Hustenreiz verspürte, der sich nicht abstellen ließ. Eine ganze Zeit ging das so - bis ich resignierend feststellen musste - das mich eine Pollenallergie ergriffen hatte. Nun - was konnte ich tun.
Zunächst wurden natürlich alle Tabletten und Spritzen - die im Handel waren - durchprobiert. Doch auf Dauer half nichts, zumal auch meine Tagesabläufe sehr unterschiedlich waren und nicht so leicht einteilbar waren! Zu meiner Zeit - als es noch nicht so fortschrittlich war mit Sensibilisierung und so weiter - wurde fröhlich "herumgemurkst und gedoktort, bis sich der Heuschnupfen langsam verzog. Mittlerweile wußte ich aber - welcher Pollen der Auslöser meiner Allergie war und promt fuhr ich zu diesen Zeiten an die See in den Urlaub. Das ging einige Zeit sehr gut und die Allergie hat sich fast zurückgezogen. Meine Empfindlichkeiten wurden immer geringer und ich konnte mich wieder einigermaßen streßfrei bewegen. Die entsprechenden Lebens - Mittel habe ich in dieser Zeit immer gemieden und mit Obst (Äpfel) und Gemüse (Brokoli) Vorsicht walten lassen! Heute ist die Allergie so weit abgeklungen - dass ich mich - auch "in meiner" Zeit draußen wieder frei bewegen kann.
Was sind Lentizellen?
Lentizellen sind spindelförmig - rundliche, raue und poröse Warzen (Korkwarzen) auf den Korkmänteln der Zweige von Holzgewächsen und dienen dem Gasaustausch (Lufthaushalt im Zellengewebe des Gehölz-Strauches) z. B. beim Holunder u. Forsythie. Oft dienen sie auch dem Ersatz der Spaltöffnungen (Stomata). Gut ausgebildete und sichtbare Lentizellen finden wir zum Beispiel am Holunder und der Forsythie. Gerade an trocknen Zweigen fallen die - meist unregelmäßig am Strauch verteilten - Lentizellen auf. Mit der graubraunen, trockenen Farbe der abgestorbenen Rindenzellen treten sie - gerade zur jetzigen Jahreszeit besonders hervor.
Im Grunde genommen sind Lentizellen die Bereiche an der Gehölzrinde, die durch Aufreißen der obersten Rindenschicht entstanden sind, dahinter (darunter) befindet sich ein loses, nicht verbundenes Korkzellen-Gemisch. Hier befinden sich auch Hohlräume, die dem Gasaustausch in der Pflanze dienen.
Im Grunde genommen sind Lentizellen die Bereiche an der Gehölzrinde, die durch Aufreißen der obersten Rindenschicht entstanden sind, dahinter (darunter) befindet sich ein loses, nicht verbundenes Korkzellen-Gemisch. Hier befinden sich auch Hohlräume, die dem Gasaustausch in der Pflanze dienen.
Der Unterschied zwischen Wurzel und Blatt
Der Vegetationspunkt der Wurzel hat eine (Schutz-) Haube, die Kalyptra.
Der Vegetationspunkt des Sprosses hat keine Schutzhaube. Er wird durch Schuppen, (verhärtete) Knospenschuppen geschützt.
Die Wurzel hat Seitenwurzeln, aber keine Blätter und keine Knospen.
Der Sproß hat Seitensprosse, Blätter und Knospen, Sproß- und Blattanlagen.
Die Seitenwurzel entsteht endogen aus dem Perizykel und zwar nicht am Vegetationspunkt, sondern davon entfernt an einem älteren Wurzelteil.
Der Seitensproß und die Blätter entstehen exogen aus den äußeren Schichten (Dermatogen, Periblem) und zwar unmittelbar am Vegetationspunkt.
Die Epidermis der jungen Wurzel und der Wurzelhaare hat keine Kutikula.
Die Epidermis des Sprosses hat eine Kutikula.
Die Wurzel hat stets ein radiäres Leitbündel in einem Leitzylinder mit Perizykel.
Die Leitbündel des Sprosses sind kollateral, bei den Dikotylen offen auf einem Ring angeordnet, bei den Monokotylen geschlossen über den ganzen Querschnitt verteilt.
Was ist eine Kutikula ?
----------------------
Es ist eine wächserne Schutzschicht - die bei Pflanzen der Außenhaut (Außenzellen) der Epidermis
aufliegt. Sie schützt das Gewebe vor Wasserverlust und erhöht die mechanische Festigkeit der Epidermis.
Der Vegetationspunkt des Sprosses hat keine Schutzhaube. Er wird durch Schuppen, (verhärtete) Knospenschuppen geschützt.
Die Wurzel hat Seitenwurzeln, aber keine Blätter und keine Knospen.
Der Sproß hat Seitensprosse, Blätter und Knospen, Sproß- und Blattanlagen.
Die Seitenwurzel entsteht endogen aus dem Perizykel und zwar nicht am Vegetationspunkt, sondern davon entfernt an einem älteren Wurzelteil.
Der Seitensproß und die Blätter entstehen exogen aus den äußeren Schichten (Dermatogen, Periblem) und zwar unmittelbar am Vegetationspunkt.
Die Epidermis der jungen Wurzel und der Wurzelhaare hat keine Kutikula.
Die Epidermis des Sprosses hat eine Kutikula.
Die Wurzel hat stets ein radiäres Leitbündel in einem Leitzylinder mit Perizykel.
Die Leitbündel des Sprosses sind kollateral, bei den Dikotylen offen auf einem Ring angeordnet, bei den Monokotylen geschlossen über den ganzen Querschnitt verteilt.
Was ist eine Kutikula ?
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Es ist eine wächserne Schutzschicht - die bei Pflanzen der Außenhaut (Außenzellen) der Epidermis
aufliegt. Sie schützt das Gewebe vor Wasserverlust und erhöht die mechanische Festigkeit der Epidermis.
Das Schema einer Samenpflanze
Eine Samenpflanze besteht aus Wurzel und Sproß. Der Sproß besteht aus Sproßachse und Blättern.
Die Sproßachse ist unverzweigt oder auch verzweigt. Dann hat sie eine Hauptachse und mehrere Seitenachsen. Die Wurzel ist ebenfalls verzweigt oder nicht verzweigt (Hauptwurzel, Seiten- und Nebenwurzeln). Das äußerste Ende der Wurzel ist der Vegetationspunkt - nämlich die Wurzelspitze mit der Wurzelhaube, der Kalyptra. Hier am äußersten Ende der Wurzel - der Wurzelspitze - wächst die Wurzel durch Zellteilung ständig weiter. In der Nähe der Wurzelspitze wachsen die Wurzelhaare, die der Aufnahme von Wasser und Nährsalzen dienen. Der Sproß wächst unterirdisch (Erdsproß) aber meistens oberirdisch (Luftsproß). Die ersten - also untersten Blätter am Sproß sind die Keimblätter, gefolgt von den Niederblättern und den Laubblättern. Ganz oben - zum Schluss kommen die Hochblätter (Blüten). Das Stück zwischen dem Wurzelhals und den Keimblättern heißt Hypokotyl. Am Ende der Sproßachse ist der Endvegetationspunkt (Leitknospe, Terminale) In den Blattachseln entlang des Sprosses sitzen Achselvegetationspunkte aus denen
Blätter, Seitentriebe und Blüten entstehen. Achselvegetationspunkte sind gleichbedeutend mit Knospen, schlafenden Augen, Knoten und Nodien.

Der zentrale Gefäßbündel-Zylinder der Wurzel spaltet sich beim Eintritt in den Sproß in Stränge und Seitenstränge auf, die bis hinauf in den Endvegetationspunkt und die obersten Blätter reichen und seitlich in alle Nebentriebe und Blätter abgehen.
Die Sproßachse ist unverzweigt oder auch verzweigt. Dann hat sie eine Hauptachse und mehrere Seitenachsen. Die Wurzel ist ebenfalls verzweigt oder nicht verzweigt (Hauptwurzel, Seiten- und Nebenwurzeln). Das äußerste Ende der Wurzel ist der Vegetationspunkt - nämlich die Wurzelspitze mit der Wurzelhaube, der Kalyptra. Hier am äußersten Ende der Wurzel - der Wurzelspitze - wächst die Wurzel durch Zellteilung ständig weiter. In der Nähe der Wurzelspitze wachsen die Wurzelhaare, die der Aufnahme von Wasser und Nährsalzen dienen. Der Sproß wächst unterirdisch (Erdsproß) aber meistens oberirdisch (Luftsproß). Die ersten - also untersten Blätter am Sproß sind die Keimblätter, gefolgt von den Niederblättern und den Laubblättern. Ganz oben - zum Schluss kommen die Hochblätter (Blüten). Das Stück zwischen dem Wurzelhals und den Keimblättern heißt Hypokotyl. Am Ende der Sproßachse ist der Endvegetationspunkt (Leitknospe, Terminale) In den Blattachseln entlang des Sprosses sitzen Achselvegetationspunkte aus denen
Blätter, Seitentriebe und Blüten entstehen. Achselvegetationspunkte sind gleichbedeutend mit Knospen, schlafenden Augen, Knoten und Nodien.
Der zentrale Gefäßbündel-Zylinder der Wurzel spaltet sich beim Eintritt in den Sproß in Stränge und Seitenstränge auf, die bis hinauf in den Endvegetationspunkt und die obersten Blätter reichen und seitlich in alle Nebentriebe und Blätter abgehen.
Wie verhält sich eine Gehölzpflanze nach dem Schnitt?
Was geht nach dem Schnitt in der Pflanze vor, wie verheilt die Verletzung, wie reagiert die Pflanze insgesamt.
Die Vorgänge in der Pflanze muß man kennen, um sie zu erfassen und zu begreifen. Wenn ich sie verstehe weiß ich auch wie und wann ich schneiden muß, welche Methoden ich anwenden kann und wie sich dies alles auf die Pflanze auswirkt.
In den Skizzen wird daher auf vereinfachte Weise dargestellt, wie der Saftstrom in der Pflanze verläuft. Nämlich 1x die der Wasserlösung aus dem Boden hinauf in die Blätter der Pflanze - und 2x die Bewegung der Assimilate aus den obersten Blättern hinunter in die Wurzelspitzen.
Die wesentlichen Nährstoffe werden in Skizze 2 genannt.
Im Blatt findet durch Assimilation die Umwandlung der ankommenden Lösungen zu Bildungsstoffen statt.
Die Assimilate / Bildungsstoffe wandern, dicht unter der Rinde von oben nach unten und versorgen alle Vegetationspunkte vom obersten Ästchen / Blättchen - bis zu den Wurzelspitzen.
Besonders intensiv geschieht dieser Vorgang zur Zeit des Laubfalls, wo Bildungsstoffe aus den Blättern zu den wichtigen Lagerstellen in Astringen, schlafenden Augen und Wurzeln geleitet werden - um als Reservestoffe bis zur Wiederverwendung (Frühlingsaustrieb) zu ruhen. Das muß man beim Schnitt wissen, weil die gelagerten Bildungsstoffe n u r im März/April in der Lage sind kräftiges Austreiben aus dem Holz zu ermöglichen. Besonders interessiert den Gärtner - der Weg der Bildungsstoffe zu den Wundrändern hin - wo sie schließlich zur Verheilung beitragen. So kann sich auch jeder vorstellen - wie eine Verheilung in der Vegetationszeit verläuft, wo Bildungsstoffe sofort zur Verfügung stehen und zu den Wundrändern geleitet werden - um die schnelle Überwallung der Wunde einzuleiten. Hier liegt auch ein Grund der vielen Vorteile des Sommerschnitts an Obstbäumen.
Anbetracht der Tatsache - dass Gehölze lebende Wesen sind, die viele Jahre brauchen um ihre typische und stattliche Form zu erreichen - muß der Privatgärtner alles daran setzen, dass er dieses Ziel auf dem schnellsten Weg erreicht und das heißt auch - dass Wunden an den Gehölzen so schnell wie möglich verheilen müssen.
Da unregelmäßige Wunden nur vom Wundrand her verheilen können und dieser Wundrand fast immer zerfetzt ist, ist es unbedingt nötig Wunden und Wundränder zu behandeln. Es geht hier natürlich nicht um winzige Wunden - sondern schon um die größeren - die bei Schnittarbeiten und z.B. Sturmschäden und anderen mechanischen Schäden entstehen, sagen wir mal - ab der Größe eines Quadratzentimeters. Dazu benutzt man - wie bereits mehrfach berichtet - ein gutes und vor allem scharfes Messer( eine Hippe).
Es gab in den letzten Jahren eine Zeit, als Baum-Fachleute das Sanieren von Altbäumen entdeckten - da wurde heftig gestritten - wie denn nun der Schnitt anzusetzen ist, wenn ein Ast entfernt werden sollte. Da wurden die wildesten Behauptungen aufgestellt. Nun hat man sich wieder geeinigt und passt die Schnitt- und Wundführung dem Saftstrom der Pflanze an, was m.E. der einzig richtige Weg ist.
Sieh hierzu auch die Skizzen.
Neben der Bearbeitung der Wundränder darf aber nicht die Bearbeitung des beschädigten Holzes im Wundinnern vergessen werden. Das Holz hier unbehandelt zu lassen würde heißen - dass Schädiger über diese Schadstellen in die Pflanze eindringen können. So muß also unbedingt neben den glattgeschnittenen Wundrändern auch das gesplitterte Holz im Wundeninneren beigearbeitet werden.
Auf folgendes sollte man achten.
Es geschehen auch Verletzungen an Baumstämmen und starken Trageästen, wo durch einen dumpfen Aufprall die Rinde großflächig vom Stammholz abgehoben wird, aber in sich zusammenhängend bleibt. Das darunterliegende Kambium kann in diesem Fall, wenn es mehr oder weniger unverletzt bleibt durch sofortiges Zustreichen, oder durch einen dichten (schwarzen) Folienwickel gerettet werden. Das Kambium bildet dann unter dem Rindenlappen / Wickel /Anstrich - eine völlig neue und lebensfähige Rinde aus. Hier heißt es natürlich feinste Facharbeit abzuliefern, denn diese Wunden sind höchst empfindlich. Diese Arbeit lohnt aber allemal, wenn man bedenkt was ein guter, alter Strassenbaum für einen Wert hat. Der Wert der großen, gesunden Strassenbäume ist in ökonomischer und ökologischer Hinsicht garnicht hoch genug einzuschätzen.

Skizze 1 (vereinfacht) Skizzen im Querschnitt und der Draufsicht.
Darstellung des Saftstromes aus den Wurzeln in die Blätter = Pfeile, und die Bewegung der im Blatt erzeugten Assimilate aus den Blättern - in den Siebröhren hinunter zu allen Vegetationspunkten in der Pflanze.
Skizze 2 (vereinfacht)
Zeigt die Hauptnährsalze für die Pflanze (gelöst) im Bodenwasser.
Hauptsächlich: Kali (K²O) Kalk (Ca) Phosphor (P²O5) Wasser (H²O) Stickstoff (N) Magnesium (MgO)

Skizze 3 (vereinfacht)
Zeigt eine Stammwunde - an der bereits der Wundrand vorbehandelt ist.
Skizze 4 (vereinfacht)
Zeigt eine optimal behandelte Wunde. Man sieht - dass die Assimilate, also die Bildungsstoffe die nach unten spitz zulaufende Wunde gut umströmen und versorgen. Eine Überwallung vom Wundrand hat bereits eingesetzt.
Skizze 5
Zeigt eine schlechte Wundbehandlung in der überholten Methode. Die Saftströme - besonders unterhalb der Wunde - laufen vorbei. Die Wundüberwallung dauert sehr lange und ist nicht optimal.
Die Vorgänge in der Pflanze muß man kennen, um sie zu erfassen und zu begreifen. Wenn ich sie verstehe weiß ich auch wie und wann ich schneiden muß, welche Methoden ich anwenden kann und wie sich dies alles auf die Pflanze auswirkt.
In den Skizzen wird daher auf vereinfachte Weise dargestellt, wie der Saftstrom in der Pflanze verläuft. Nämlich 1x die der Wasserlösung aus dem Boden hinauf in die Blätter der Pflanze - und 2x die Bewegung der Assimilate aus den obersten Blättern hinunter in die Wurzelspitzen.
Die wesentlichen Nährstoffe werden in Skizze 2 genannt.
Im Blatt findet durch Assimilation die Umwandlung der ankommenden Lösungen zu Bildungsstoffen statt.
Die Assimilate / Bildungsstoffe wandern, dicht unter der Rinde von oben nach unten und versorgen alle Vegetationspunkte vom obersten Ästchen / Blättchen - bis zu den Wurzelspitzen.
Besonders intensiv geschieht dieser Vorgang zur Zeit des Laubfalls, wo Bildungsstoffe aus den Blättern zu den wichtigen Lagerstellen in Astringen, schlafenden Augen und Wurzeln geleitet werden - um als Reservestoffe bis zur Wiederverwendung (Frühlingsaustrieb) zu ruhen. Das muß man beim Schnitt wissen, weil die gelagerten Bildungsstoffe n u r im März/April in der Lage sind kräftiges Austreiben aus dem Holz zu ermöglichen. Besonders interessiert den Gärtner - der Weg der Bildungsstoffe zu den Wundrändern hin - wo sie schließlich zur Verheilung beitragen. So kann sich auch jeder vorstellen - wie eine Verheilung in der Vegetationszeit verläuft, wo Bildungsstoffe sofort zur Verfügung stehen und zu den Wundrändern geleitet werden - um die schnelle Überwallung der Wunde einzuleiten. Hier liegt auch ein Grund der vielen Vorteile des Sommerschnitts an Obstbäumen.
Anbetracht der Tatsache - dass Gehölze lebende Wesen sind, die viele Jahre brauchen um ihre typische und stattliche Form zu erreichen - muß der Privatgärtner alles daran setzen, dass er dieses Ziel auf dem schnellsten Weg erreicht und das heißt auch - dass Wunden an den Gehölzen so schnell wie möglich verheilen müssen.
Da unregelmäßige Wunden nur vom Wundrand her verheilen können und dieser Wundrand fast immer zerfetzt ist, ist es unbedingt nötig Wunden und Wundränder zu behandeln. Es geht hier natürlich nicht um winzige Wunden - sondern schon um die größeren - die bei Schnittarbeiten und z.B. Sturmschäden und anderen mechanischen Schäden entstehen, sagen wir mal - ab der Größe eines Quadratzentimeters. Dazu benutzt man - wie bereits mehrfach berichtet - ein gutes und vor allem scharfes Messer( eine Hippe).
Es gab in den letzten Jahren eine Zeit, als Baum-Fachleute das Sanieren von Altbäumen entdeckten - da wurde heftig gestritten - wie denn nun der Schnitt anzusetzen ist, wenn ein Ast entfernt werden sollte. Da wurden die wildesten Behauptungen aufgestellt. Nun hat man sich wieder geeinigt und passt die Schnitt- und Wundführung dem Saftstrom der Pflanze an, was m.E. der einzig richtige Weg ist.
Sieh hierzu auch die Skizzen.
Neben der Bearbeitung der Wundränder darf aber nicht die Bearbeitung des beschädigten Holzes im Wundinnern vergessen werden. Das Holz hier unbehandelt zu lassen würde heißen - dass Schädiger über diese Schadstellen in die Pflanze eindringen können. So muß also unbedingt neben den glattgeschnittenen Wundrändern auch das gesplitterte Holz im Wundeninneren beigearbeitet werden.
Auf folgendes sollte man achten.
Es geschehen auch Verletzungen an Baumstämmen und starken Trageästen, wo durch einen dumpfen Aufprall die Rinde großflächig vom Stammholz abgehoben wird, aber in sich zusammenhängend bleibt. Das darunterliegende Kambium kann in diesem Fall, wenn es mehr oder weniger unverletzt bleibt durch sofortiges Zustreichen, oder durch einen dichten (schwarzen) Folienwickel gerettet werden. Das Kambium bildet dann unter dem Rindenlappen / Wickel /Anstrich - eine völlig neue und lebensfähige Rinde aus. Hier heißt es natürlich feinste Facharbeit abzuliefern, denn diese Wunden sind höchst empfindlich. Diese Arbeit lohnt aber allemal, wenn man bedenkt was ein guter, alter Strassenbaum für einen Wert hat. Der Wert der großen, gesunden Strassenbäume ist in ökonomischer und ökologischer Hinsicht garnicht hoch genug einzuschätzen.
Skizze 1 (vereinfacht) Skizzen im Querschnitt und der Draufsicht.
Darstellung des Saftstromes aus den Wurzeln in die Blätter = Pfeile, und die Bewegung der im Blatt erzeugten Assimilate aus den Blättern - in den Siebröhren hinunter zu allen Vegetationspunkten in der Pflanze.
Skizze 2 (vereinfacht)
Zeigt die Hauptnährsalze für die Pflanze (gelöst) im Bodenwasser.
Hauptsächlich: Kali (K²O) Kalk (Ca) Phosphor (P²O5) Wasser (H²O) Stickstoff (N) Magnesium (MgO)
Skizze 3 (vereinfacht)
Zeigt eine Stammwunde - an der bereits der Wundrand vorbehandelt ist.
Skizze 4 (vereinfacht)
Zeigt eine optimal behandelte Wunde. Man sieht - dass die Assimilate, also die Bildungsstoffe die nach unten spitz zulaufende Wunde gut umströmen und versorgen. Eine Überwallung vom Wundrand hat bereits eingesetzt.
Skizze 5
Zeigt eine schlechte Wundbehandlung in der überholten Methode. Die Saftströme - besonders unterhalb der Wunde - laufen vorbei. Die Wundüberwallung dauert sehr lange und ist nicht optimal.
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